In diesem Gespräch mit Sebasian Dückers, Oliver Tappe und Prof. Dr. Walter van Laack geht es um Hinweise darauf, dass das menschliche Bewusstsein nicht an den Körper gebunden ist. Oliver Tappe ist selbst sehr erfahren, was AKE’s (außerkörperliche Erfahrungen) angeht und Herr Laack untersucht dieses Phänomen auf wissenschaftlicher Basis.
Er schildert unter anderem das Erlebnis eines elfjährigen Jungen, der beim Baden plötzlich bemerkte, dass er sich außerhalb seines Körpers befand – er konnte sich selbst von oben betrachten. In diesem Zustand „flog“ er ins Wohnzimmer, wo seine Mutter gerade fernsah. Er stieß sie an und sagte: „Komm mal schnell zu mir.“ Interessant ist, wie seine Mutter das wahrnahm: Sie verspürte plötzlich ein seltsames Gefühl, stand auf und ging ins Badezimmer. Dort fand sie ihren Sohn reglos unter Wasser und konnte ihn in letzter Sekunde retten.
Diese und ähnliche Erfahrungen legen nahe, dass das sogenannte „Bauchgefühl“ auch durch Einflüsse aus nichtmateriellen Bereichen ausgelöst werden kann – durch etwas, das wir mit unseren gewöhnlichen Sinnen nicht wahrnehmen. Wir spüren nur die Wirkung, erkennen aber nicht die Quelle. Auch wenn man daraus keine allgemeingültige Regel ableiten sollte, dass das mit dem Bauchgefühl immer so „funktioniert“, so kann man aber ableiten, dass es in bestimmten Fällen so sein kann.
Der Mann, dem dieses Erlebnis als Kind widerfuhr, trug es jahrzehntelang mit sich herum, ohne darüber zu sprechen – vermutlich aus Angst, nicht ernst genommen oder gar für verrückt gehalten zu werden. Dieses Schweigen ist ein häufiges Problem bei außerkörperlichen Erfahrungen. Doch meiner Beobachtung nach wächst die Offenheit, darüber zu sprechen. Ich halte es für wichtig, dass Menschen ihre Erfahrungen mitteilen können, ohne verurteilt zu werden. Nur so kann sich auch unser Weltbild weiterentwickeln.